Geschichte

Gründungsjahre

Jetzt hätte der Spielbetrieb beginnen können…. Aber: Wo?!? Es fehlte eine geeignete Sportstätte. Schließlich wurde doch eine Behelfslösung gefunden: Hinter den “Hooven” war eine geeignete Wiese. Tore wurden aus Bohnenstangen gefertigt und hatten den Vorzug, daß sie jederzeit transportabel waren.

Der erste Gegner war Berrendorf und wurde mit 3:2 Toren besiegt. Ein guter Anfang war gemacht. Es waren zunächst etwa 20 Mitglieder im Verein. Die Gründer des 30. August 1919 waren:
Bernhard Olbert, Heinrich Heinen, Heinrich Moll, Josef Bongart, Matthias Förster, Konrad Radermacher, Heinrich Schreiner, Christian Olbertz, Albert Schneider, Peter Levenkaul und Hermann Metzen.

1. Mannschaft 1919: W. Esser, K. Rademacher, R. Gilges, M. Abels, J. Frinken, H. Schreiner, H. Heinen, P. Heinen, M. Förster, J. Rademacher, J. Borgart

Der 1. Vorsitzende war von 1919 bis 1926 Bernhard Olbertz, der dann aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz niederlegte.

Der Verein lebte in den ersten Jahren nur von den Mitgliederbeiträgen und persönlichen Spenden der wenigen Mitglieder. Eintrittsgelder bei den Spielen gab es damals noch nicht. Die Fahrten zu den auswärtigen Spielen wurden je nach Entfernung zu Fuß oder per Fahrrad zurückgelegt. Alle Borussen waren große Idealisten, die den Fußballsport und ihren Heimatort liebten und auch bereit waren, größere persönliche Opfer zu bringen.

20er Jahre

Zunächst wurden Übungsspiele mit Mannschaften der englischen Besatzungsmacht ausgetragen, dann Freundschaftsspiele mit Mannschaften aus der näheren Umgebung (Manheim, Berrendorf, Elsdorf usw.). In Ermangelung eines eigenen Sportplatzes mußten die “Kampfstätten” immer kurzfristig geräumt und verlegt werden. Endlich dann – am 14.08.1925 – wurde an der Merzenicher Straße ein geeignetes Grundstück für den Sportplatz von Herrn Landwirt Gottfried Wolf dem Verein zur Verfügung gestellt. Eine neue sportliche Ära begann sich nunmehr abzuzeichnen, Meisterschaftsspiele wurden fortan ausgetragen, und die Borussen stellten eine gefürchtete Kampfmannschaft.

Die Mannschaft spielte im damaligen Sportkreis Düren zunächst in der Klasse C, dann in der Klasse B. Die sportliche Aufwärtsentwicklung hielt weiter an, und die Mitgliederzahl erreichte bald die Hundertgrenze. Am Ende der Spielzeit 1928/29 wurden unsere wackeren Borussen ohne Punktverlust Gruppenmeister der Klasse B. Mannschaften wie Gey, Großhau oder Kleinhau blieben auf der Strecke.

1. Mannschaft 1922: Olbertz, Rademacher, Schreiner, Frentzen, Heinen, Gey, Abels, Bongartz, Beienburg, Wilhelmi, Frinken,Junkersdorf

 

30er Jahre

Die erste Mannschaft wurde im Kreise Bergheim der 2. Kreisklasse zugeteilt und hatte auch hier große Erfolge. Unvergessen sind die Lokalkämpfe gegen Manheim, auch die harten Kämpfe gegen Elsdorf, Berrendorf, Brüggen, Balkhausen usw..

Nach Auflösung der DJK wurden wertvolle Spieler wie Jakob Vaaßen und Hans Schneider integriert.

Eine zweite Mannschaft nahm den Spielbetrieb auf, und auch der jugendliche Nachwuchs trat durch intensive Jugendarbeit und fachgerechte Betreuung durch den Jugendleiter Lambert Moll (von 1936 bis 1939) sportlich stark hervor. So schlug unsere Jugendmannschaft u.a. die damaligen Kreismeister von Köln-Land (Großkönigsdorf) und Aachen-Land (Hastenrath).

Die seinerzeitige 1. Mannschaft war eine gefürchtete und erfolgreiche Kampfmannschaft, die man in Esch z.B. durch ein Transparent “Was wollen denn Pilati, Kirsch und Frentzen gegen die 3 Stenzen?” schocken wollte, aber unsere Borussen siegten in Esch mit 2:1.

1. Mannschaft 1937/38: Gottschalk, Neumann, Totz, Sieburg, Bongartz, Frentzen, F. Pilati, Floßdorf, Vaaßen, G. Pilati, Fus, Schneider, Trompeter, Schreiner, Müllenmeister

 

40er Jahre

Während des 2. Weltkrieges wurde noch hin und wieder Fußball gespielt. Aber der Spielbetrieb kam doch allmählich ganz zum Erliegen. In den letzten schweren Kriegsmonaten wurde der Sportplatz an der Merzenicher Straße durch viele Granattrichter und Panzerspuren stark verwüstet.

Jugendmannschaft 1939/40: G. Davepon, F. Moll, W. Heidbüchel, H. Sieburg, F. Grabska, P. Barbuir, E. Gabel, J. Kirsch, W. Stammel, Chr. Dohmen, W. Olbertz

Mitte 1945 war der größte Teil der am Leben gebliebenen Mitglieder und Spieler aus der Evakuierung und Gefangenschaft zurückgekehrt.

Der Fußballplatz glich zwar einem Granattrichterfeld, doch der “Borussengeist” lebte noch. So wurde bald wieder unter Führung der altbewährten Kämpen Gerhard Pilati und Lambert Moll ein starkes Fußballteam zusammengestellt. In Ahe und Blatzheim trug man die ersten Freundschaftsspiele aus. Bei der Beseitigung der Schäden am eigenen Sportplatz halfen alle aktiven Spieler, der Vorstand und viele Anhänger mit. Das Spielfeld mußte völlig umgepflügt, gewalzt und neu eingesät werden. Noch kurz vor dem ersten Meisterschaftsspiel Buir I – Esch I (2. Kreisklasse) wurde die Spielfläche einigemal gewalzt, und anschließend wurde das Spiel angepfiffen.

Im Jahr 1947 gelang der 1. Mannschaft ein stolzer Erfolg. Als Gruppensieger Süd wurde Fliesteden (Gruppensieger Nord) in einem Entscheidungsspiel in Fortunagrube 1:0 geschlagen. Damit schaffte die Borussia den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

Hier waren die Borussen in den folgenden Jahren fast immer auf den vorderen und mittleren Tabellenplätzen zu finden. Besonders in den Lokalkämpfen mit Manheim ging es hart zur Sache.

 

50er Jahre

Anfang der 50er Jahre wechselte der Grundstücksbesitz des Sportplatzes an der Merzenicher Straße. Da der neue Besitzer dieses Grundstück dringend für eigene Zwecke benötigte, war die Borussia gezwungen, sich um ein neues Sportgelände zu bemühen. Dem unermüdlichen Einsatz des 1. Vorsitzenden Fritz Nielen und der Gönnerin, Frau Maria Brecher, ist es zu verdanken, daß am Pottwinkel ein etwa 5 Morgen großes Gelände erworben werden konnte. Die Mittel für den Ankauf wurden von der Gemeinde Buir (Besitzerin des Grundstücks), vor allem aber von der Toto-Gesellschaft, bereitgestellt; der Verein erhielt in erster Linie das Nutzungsrecht.

Am 2. August 1953 war es schließlich soweit, daß die neue “Borussenkampfbahn”, von Pappeln umgeben, durch Pfarrer Anton Mungen eingeweiht wurde. Die Einweihungsfeierlichkeiten verliefen in einem würdigen Rahmen. Fritz Nielen dankte allen für die vorzügliche Hilfe zur Schaffung der neuen Sportanlage, insbesondere den Bauern, die sich – motiviert durch Lambert Moll – durch Spann- und sonstige Dienste hervorgetan hatten. Vorsitzender Nielen schloß damals seine Ausführungen mit den Worten: “Wem die Jugend gehört, dem gehört die Zukunft! Stählt ihren Körper im edlen Wettstreit!”

1954 Sportplatzeinweihung BlatzheimerWeg/Am Pottwinkel: M. Förster, J. Köhnen, J. Sieburg, F. Müllenmeister, M. Esser, G. Pilati, G. Beienburg, R. Brecher, L. Klein, F. Nielen, B. Kurth, K. Wolf, P. Frentzen, R. Gilges, L. Moll, W. Rey, M. Klein, U. Knopploch, W. Esser

Die günstige Weiterentwicklung der Borussia hielt an. Bald hatte der Verein 2 Seniorenmannschaften, 2 Jugendmannschaften, 2 Schülermannschaften und eine AH-Mannschaft beim Kreisverband gemeldet. Besondere Verdienste erwarben sich die damaligen Spielobleute der Senioren (u.a. Michael Thoennes, Franz Kurthen, Lambert Moll, Willi Werres) sowie die rührigen Jugendleiter (u.a. Eberhard Birkenheier, Adolf Weinrich und Kurt Loll). Die Jugendbetreuer nämlich legten das “Samenkorn” aus dem später gute “Früchte” sprießen konnten. Die 1. Mannschaft mischte in der ersten Kreisklasse wacker mit und erreichte fast stets den Anschluß an die Tabellenspitze, wenn auch der erstrebte Aufstieg in die Bezirksklasse vorerst Wunschziel blieb.

tehend v.l.n.r.: W. Werres, Haas, H. Werres, Berres, Müller knieend: H. Sieburg, Cremer, Moll, unten: F. Sieburg, Schneider, Piel

Auch gesellschaftlich hielten die Fußballer sehr zusammen. Lustige Jahresausflüge wurden unternommen und im Vereinslokal “Zur scharfen Ecke” wurde eifrig gefachsimpelt. Häufig fuhren auch die Spieler mit ihren Freunden zu den Spielen der damaligen Oberligisten 1. FC Köln und Alemania Aachen. Besonders beliebt war immer die Kirmes (3. Sonntag im September), die im Turnus von 3 Jahren von der Borussia veranstaltet wurde. Hier gab es manche Runde von Freunden und Gönnern. Auch in der näheren Umgebung von Buir war die Kirmes sehr attraktiv.

 

60er Jahre

Im Laufe der 60er Jahre gab es Höhen und Tiefen im fußballerischen Geschehen der Senioren. 1965/66 knapp dem Abstieg entronnen, folgte dann im folgenden Jahr unter dem damaligen Spielertrainer Willi Ramm ein furioser Kampf um die Spitze, bei dem der SV Horrem die Nase vorn hatte und als die glücklichere Mannschaft den Aufstieg erreichte.

Und dennoch fiel in dieses Jahrzehnt der sportliche Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte, nämlich der Aufstieg in die Bezirksklasse. Der damalige Vorsitzende Lambert Moll – mit Leib und Seele der Borussia verschrieben – hatte aus eigener Initiative den mit ihm befreundeten früheren Oberligaspieler von Alemania Aachen, B-Nationalspieler Willi Krämer aus Düren, dazu bewogen, sich der Borussia anzuschließen. Krämer seinerseits fand eine junge, starke und ehrgeizige Mannschaft vor, die er durch sein Leistungstraining zu einem technisch brillianten und auch harten Team formte. So errangen die Borussen in der Spielserie 1967/68 unangefochten und in imponierender Weise die Kreismeisterschaft.

1. Mannschaft 1968/Meister Kreisklasse A: H. Kaczmarczyk, D. Sieburg, W. Verdonschot, K. Esser, D. Rahn, P. Johnen, R. Schober, M. Böhr, P. Schumacher, W. Geuenich, F. Werres, P. Römer, W. Krämer

Doch nun mußte man richtig Farbe bekennen: denn es folgten 3 harte und schwere Aufstiegsspiele mit den Meistern der Fußballkreise Jülich, Heinsberg und Erkelenz (Linnich, Baal und Haaren), die auf neutralen Plätzen (in Mariaweiler, Kirchberg und Güsten-Welldorf) ausgetragen werden mußten. Als alle 4 Mannschaften schließlich ein gleiches Punktekonto aufwiesen, waren noch Entscheidungsspiele im K.O.-System erforderlich. Am 30. Juni 1968 fand in Güsten-Welldorf das Spiel gegen die starke Mannschaft des SV Baal statt, das die Entscheidung bringen mußte. Es wurde zum Spiel der Spiele. Willi Krämer, der selbst die Fäden im Mittelfeld zog, hatte seine Mannschaft gut vorbereitet. Mit 2:0 Toren siegte die Borussia und erreichte damit zum erstenmal die Zugehörigkeit zur Bezirksklasse. Großer Jubel herrschte, ganz Buir war auf den Beinen und bereitete der siegreichen Mannschaft einen würdigen Empfang.

In der Spielserie 1968/69 verschaffte sich die Borussia in der nun höheren Klasse bald den erforderlichen Respekt und holte – dank der hervorragenden Regie von Willi Krämer – soviele Punkte (auch z.B. in Horrem und Habbelrath), daß sie den Aufstieg in die Landesliga nur knapp verfehlte.

70er Jahre

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts zeichnete sich ab, daß es schwierig werden würde, den Klassenerhalt in der Bezirksklasse zu schaffen. Einige Leistungsträger der 1. Mannschaft meldeten sich ab, weil in anderen Vereinen schon Geld gezahlt wurde; andere waren plötzlich demotiviert, weil die Siege ausblieben. So kam, was kommen mußte: Nach Abschluß der Spielserie 1969/70 stieg die Mannschaft wieder in die erste Kreisklasse ab, und Willi Krämer warf das Handtuch.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Zunächst verpflichtete der damalige 1. Vorsitzende Adolf Weinrich einen neuen Spielertrainer (Herbert Kleefisch aus Elsdorf), der es auch verstand, die Kameradschaft in der Mannschaft neu zu festigen. Einige Jahre spielte Borussia Buir nun unter Kleefisch mit wechselndem Erfolg in der 1. Kreisklasse. Man erreichte meist einen Mittelplatz in der Tabelle, aber in der Spielserie 1973/74 mußten die Borussen wieder gegen den Abstieg kämpfen. Als Borussia Buir das letzte Meisterschaftsspiel in Niederembt durch einen unberechtigten Elfmeter in letzter Minute 1:0 verloren hatte, bedeutete dies, daß die Mannschaft in die 2. Kreisklasse abstieg (und Niederembt in die Bezirksklasse aufstieg). Herbert Kleefisch nahm seinen Hut, nachdem ihm die Möglichkeit geboten wurde, die in die Landesliga aufgestiegene Mannschaft von Elsdorf 08 zu trainieren.

Ab der Spielserie 1974/75 kämpfte die 1. Mannschaft der Borussia unter verschiedenen Spielertrainern in der 2. Kreisklasse. Das redliche Bemühen um den Aufstieg scheiterte immer wieder, meistens nur knapp.

Gleichzeitig steigerte sich die 2. Mannschaft von Jahr zu Jahr. Sie schaffte durch gute Leistungen schließlich den Aufstieg in die 2. Kreisklasse und spielte bzw. rivalisierte hier mit der 1. Mannschaft in derselben Gruppe, obwohl der damalige Geschäftsführer beim Kreisverband rechtzeitig den Antrag gestellt hatte, die beiden Mannschaften verschiedenen Gruppen zuzuteilen.

Schließlich erreichte die 1. Mannschaft doch wieder den Aufstieg in die Kreisliga A (Spielserie 1980/81). Trainer war damals Richard Schober, der selbst der Meistermannschaft von 1968 angehört hatte.

80er Jahre

Zunächst behauptete sich die Borussia 2 Jahre in der Kreisliga A, mußte aber unter Trainer Rudi Weiß nach Abschluß der Spielserie 1983/84 dann noch ein zweitesmal den Absieg in die Kreisliga B hinnehmen. Als neuer Trainer wurde Bernd Breuer verpflichtet. Ein Neuanfang wurde erforderlich. Die Mannschaft hatte sich wieder gut formiert, und durch eigene Jugendspieler verstärkt begann nun der Neuaufbau. Doch zum Aufstieg reichte es unter Breuer nicht. Ein Trainerwechsel – Johannes Albrings aus Niederembt war ab der Spielserie 1986/87 Spielertrainer – brachte in Verbindung mit einer Verstärkung der Mannschaft durch auswärtige Spieler endlich den Umschwung und den ersehnten Aufstieg in die Kreisliga A. Die Aufstiegsfeier am 20.06.1987 war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Doch auch Albrings blieb nur bis zum Ende des Jahres 1988 im Amt; das Training übernahm vorübergehend der 1. Vorsitzende Paul-Udo Bodden. Der Klassenerhalt wurde nach einer Kraftanstrengung in der Rückrunde geschafft.

1. Mannschaft 1981/Meister Kreisliga B-Süd: 1. Vors. E. Esser, Obmann K.-D. Jöntgen, R. Blum, U. Papenfuß, U. Bodden, P. Kazmierczak, K.-L. Vaassen, S. Wisniowski, H. Winters, U. Schmalz, H. Dahmen, Trainer R. Schober, F.-P. Arnolds, P. Wisniowski, K. Jeromin, H. Bittner, P. Wisniowski, Platzwart E. Müller

90er Jahre

13 Jahre spielte der FC Borussia Buir schließlich mit wechselnden Erfolgen in der Kreisliga A. Zum Ende der 1990er Jahre zeichnete sich jedoch ab, dass es immer schwerer werden würde, die Spielklasse zu halten. So schwebte in der Spielzeit 1998/99 lange Zeit das „Abstiegsgespenst“ über der Borussia, und konnte erst am drittletzten Spieltag der Saison mit einem Auswärtssieg beim späteren Absteiger Kaster/Königshoven verscheucht werden. Mangelnde Trainingsbeteiligung sowie Absagen einiger Spieler waren der Grund für diesen Fastabstieg. Nur mit Hilfe einiger älterer Spieler konnte die Borussia die Spielklasse in diesem Jahr halten.
Ein Jahr später war es dann doch geschehen – nach Ablauf der Spielzeit 1999/2000 musste die Borussia den Abstieg in die Kreisliga B hinnehmen. Eine sehr junge Mannschaft, die zu Beginn der Serie noch gute Leistungen gezeigt hatte, war am Ende nicht in der Lage, dieses Niveau zu halten. So kam es im laufe der Saison zu teilweise heftigen Niederlagen und am Ende belegte die Borussia den letzten Tabellenplatz.

2000er Jahre

Ein neues Jahrtausend bricht an. Das von vielen Experten vorhergesagte Computer-Chaos durch den Wechsel in das Jahr 2000 bleibt nahezu aus. Kurz nach dem Start stürzt eine Concorde auf dem Weg von Paris nach New York ab, alle 109 Insassen kommen ums Leben. Bundespräsident Johannes Rau hält als erstes deutsches Staatsoberhaupt eine Rede in deutscher Sprache vor dem israelischen Parlament. Die FIFA ernennt Deutschland zum Austragungsort für die Fußball WM 2006 und der FC Bayern München wird deutscher Meister.

Bei der Buirer Borussia ging man nun mit einigen Verstärkungen durch routinierte Spieler das Projekt „Wiederaufstieg“ an. Spielertrainer Jörg Schäfer verpasste mit seiner Mannschaft in 2000/2001 nur knapp das anvisierte Ziel.

Mit Beginn der Spielzeit 2001/2002 wurden die bisherigen Fußballkreise Köln-Land und Bergheim zum Fußballkreis Rhein-Erft zusammengelegt. Dies bedeutet für die Borussia nicht nur teilweise längere Anfahrtswege zu den Auswärtsspielen, sondern man musste sich auf neue Gegebenheiten einstellen. So spielte man z.B beim SV Weiden erstmals auf Kunstrasen und tratt Reisen in die Kölner Stadtteile Sürth und Weiss an.

Doch die Borussia behauptete sich erneut gut, schaffte in der Spielzeit 2001/2002 jedoch erneut nicht den Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Spielertrainer Jörg Schäfer, und mit ihm einige weitere erfahrene Spieler beendeten nach Ablauf der Saison Ihr Engagement für die Buirer Borussia.

Als Nachfolger konnte ab der Spielzeit 2002/2003 Philipp Sattler als Trainer verpflichtet werden. Philipp Sattler hatte im benachbarten Fußballkreis Düren mit den Mannschaften aus Oberzier und Huchem-Stammeln große Erfolge erzielen können und sollte nun die Buirer Borussia in die Kreisliga A zurückführen.

Aber auch unter Trainer Sattler blieb der Borussia zunächst der Aufstieg verwehrt. Erst in der Spielzeit 2007/2008 war es dann doch soweit. Nach konstant guten Leistungen stand die Borussia nicht zu unrecht als Herbstmeister fest und lieferte sich mit der Elf aus Kaster/Königshoven bis zum Saisonschluß einen packenden Zweikampf. Unvergessen bleibt die Entscheidung am letzten Spieltag der Saison, als die Borussia mit einem 3:0 Erfolg gegen den SV Nierderaußem den Lohn für die geleistet Arbeit einfuhr und den Aufstieg in die Kreisliga A perfekt machte.

Leider stieg man im darauffolgenden Jahr als viertletzter der Kreisliga A wieder ab in die Kreisliga B.